Heute wurde die Erinnerungstafel an den Sitz des Deutschen Entwicklungsdienstes feierlich enthüllt.

Veröffentlicht von Redakteur 20. Dezember 2021

Standort der Gedenktafel ist der Kladower Damm 299/Ecke Manuelaweg in Kladow. Hier befand sich von 1977 bis 1999 der Sitz des Deutschen Entwicklungsdienstes.  Aufgrund von Bestimmungen des Berlin/Bonn-Gesetzes verlegte der DED seinen Sitz wieder nach Bonn und der Standort Berlin wurde 2001 aufgegeben. Nach dem Umzug erfolgte zunächst eine vorübergehende Teilnutzung des Gebäudes durch die Eugen-Kolisko-Schule. Das frühere Areal des DED wurde nach weiterem langen Leerstand und der fachgerechten Asbestentsorgung 2010 schließlich abgerissen und durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verkauft. Auf dem Gelände entstand eine Siedlung mit 47 Einfamilienhäusern.

Im Juli 2017 stellte die SPD-Fraktion, angeregt durch eine Intiative des DED-Freundeskreises, in der Bezirksverordnetenversammlung den Antrag, das Bezirksamt zu beauftragen eine Erinnerungstafel für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Kladow aufzustellen. Der Beschluss zur Aufstellung einer Erinnerungstafel erfolgte im Mai 2018 in der Bezirksverordnetenversammlung.

Die SPD Gatow-Kladow erinnerte immer wieder an die Umsetzung des Beschlusses, u.a. durch eine Kleine Anfrage in der BVV im November 2020. Wir berichteten auf der SPD Abteilungs-Website und in der  159. Ausgabe unserer Kiezzeitung  „imchen“ (den Artikel können Sie im Archiv -unserer Kiezzeitung- auf dieser Website lesen).

Heute war es dann soweit, unsere Bzbm Dr. Carola Brückner und der Vorstand (Adelbert Eberhardt, Günter Könsgen, Dr. Werner Würtele) des DED-Freundeskreis enthüllten gemeinsam feierlich im Beisein von Helmut Kleebank MdB, Ina Bittroff Vorsteherin BVV, dem Frkt.V. der SPD  in der BVV Uwe Ziesak sowie fünfzig weiteren Gästen die Gedenktafel zur Erinnerung an den Deutschen Entwicklungsdienst.

In den Reden hervorgehoben wurde, dass der DED im Zeichen der Völkerverständigung, Versöhnung, Wiedergutmachung, Entkolonialisierung, aber auch bewegt vom Entwicklungsgedanken gegründet wurde. So ging es dem DED stets darum, den sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten in den sogenannten Entwicklungsländern zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen. Zu den Schwerpunkten des Engagements wurden berufliche Bildung, ländliche Entwicklung, Gesundheitsprävention und Gemeinwesen-Entwicklung.

Den DED gibt es nicht mehr, deshalb ist es umso wichtiger für alle KladowerInnen (die Älteren werden sich an das Gebäude erinnern) und BesucherInnen – zur Erinnerung und zur touristischen Erklärung eine Erinnerungstafel aufzustellen.

Informationen zum DED: http://www.ded-freundeskreis.de