SPD Abteilung Gatow Kladow kritisiert vorprogrammierten Stau auf der Heerstraße

Veröffentlicht von Redakteur 15. März 2019

Als völlig unverständlich hat die stellvertretende Vorsitzende der Spandauer SPD, Ulrike Sommer, den Plan von Verkehrssenatorin Regine Günther bezeichnet, die Heerstraße zwischen Freybrücke und Stößenseebrücke für den Bau eines Radweges monatelang von fünf auf drei Spuren zu beschränken. „Da wird Morgens und Abends ein stundenlanger  Stau vorprogrammiert, obwohl den Menschen in  50.000 Autos und Bussen pro Tag letztlich keine anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen“, kritisierte Sommer, die auch die SPD im betroffenen Spandauer Süden führt und Mitglied im Landesvorstand der Berliner SPD ist.

„Das Problem ist doch, dass nicht nur die Autofahrer, sondern auch alle Fahrgäste der BVG auf dieser Strecke nicht weiterkommen werden, wenn eine Baustelle so geplant wird“, fügte Sommer hinzu. „Es gibt nach wie vor keinen schienengebundnen Verkehr an dieser Stelle. Dazu kommt, dass es viele zu junge, zu alte oder zu schwache Menschen gibt, für die eine tägliche Radtour zur Arbeit über die Heerstraße schlicht nicht in Frage kommt. Diese bewusst in eine Staufalle zu schicken und das, obwohl selbst während der Bauzeit der neuen Freybrücke stets vier Spuren zur Verfügung standen, ist schlicht gedankenlos.“

Der Staatssekretär im Verkehrssenat, Ingmar Stresse, hatte in einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz erklärt, dass die Arbeiten für den Bau des Radwegs zwischen Frey- und Stößenseebrücke ursprünglich bereits für das vergangene Jahr geplant gewesen seien: „Umfangreiche Abstimmungen zur komplexen bauzeitlichen Verkehrsführung unter den Randbedingungen – Bereitstellung eines dynamischen Fahrstreifenangebots (vormittags 2 Streifen stadtauswärts, 1 Streifen stadteinwärts / nachmittags 2 Streifen stadteinwärts, 1 Streifen stadtauswärts) daraus folgend Bau in 16 Abschnitten – bedarfsgerechte Führung des Rad- und Fußverkehrs auf der nur eingeschränkt nutzbaren Stößenseebrücke haben zu den Verzögerungen geführt.Die Bauarbeiten sollen in 2019 beginnen. “