Wo ist die Tafel hin, wo ist sie geblieben ? Zum Stand einer Erinnerungstafel für den Deutschen Entwicklungsdienst am Kladower Damm 299

Veröffentlicht von Redakteur 17. November 2020

Durch die Kleine Anfrage“ unseres Co-Vorsitzenden und BVV-Verordneten Uwe Ziesak wird der Stand der Bemühungen des Bezirkamts zum Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung in der Drucksache 0386/XX“ abgefragt.

Im Juli 2017 stellte die SPD-Fraktion in der BVV den Antrag, das Bezirksamt zu beauftragen eine Erinnerungstafel für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Kladow aufzustellen.

Dieser zog 1977 nach Berlin-Kladow um. Davor hatte der 1963 in Bonn im Beisein von Heinrich Lübke, Konrad Adenauer und John F. Kennedy gegründete DED seine Zentrale in Bad Godesberg bei Bonn. 1999 verlegte der DED aufgrund von Bestimmungen des Berlin/Bonn-Gesetzes seinen Sitz wieder nach Bonn und der Standort Berlin wurde 2001 aufgegeben.

Aufgabe des Entwicklungsdienstes war, durch Hilfe zur Selbsthilfe die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern. So wurden anfangs für diese Aufgaben als Helfer überwiegend Handwerker und Techniker mit nichtakademischer Ausbildung sowie Krankenpfleger entsandt. Später kamen dann auch Ingenieure, Umwelttechniker und Managementexperten dazu.

Der DED schloss sich im Januar 2011 mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Bildungsorganisation InWEnt zur GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) zusammen.

Nach dem Umzug nach Bonn erfolgte zunächst eine vorübergehende Teilnutzung des Gebäudes durch die Eugen-Kolisko-Schule. Nach langem Leerstand verkaufte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) das frühere Areal des DED. Das Gebäude wurde nach der fachgerechten Asbestentsorgung 2010 abgerissen. Auf dem Gelände entstand eine Siedlung mit 47 Einfamilienhäusern.